Daheim ist, wo dein Herz ist

Kennt ihr diesen Satz?

 

Mein Herz ist derzeit überall, nur nicht hier. Der neue Job meines Mannes hat uns in ein anderes Bundesland geführt, mehrere Stunden weit von unserer alten Heimat entfernt und vorrübergehend in eine Ferienwohnung verbannt, weil der Immobilienmakt kaum etwas hergibt, vor allem für größere Famlien.

Meine Freunde sind nicht hier, niemand ist hier, den ich kenne und ich vermisse meine alte Heimat. Auch wenn es hier wirklich schön ist, es wird wohl etwas dauern, bis ich hier Fuß gefasst habe.

 

Ein Freund schrieb neulich, wenn ich noch in Frankfurt wäre, hätte er mich zur Ablenkung mal ins Kino eingeladen. Doch leider bin ich das nicht. Dabei könnte ich diese Ablenkung gut gebrauchen und außerdem würde ich mir wahnsinnig gern „Die Tribute von Panem“ im Kino anschaun.

 

Wir verbringen jetzt viel Zeit draußen. Langsam wird es wärmer und die Kinder fragen bereits morgens um halb 7, ob wir jetzt rausgehen. Die Landschaft hier ist anders. Vom Taunus ins Flachland ist schon eine Umstellung, aber keine schlechte. Mir gefallen die vielen Backstein- und Klinkerhäuser, die hier nicht ganz so dicht gedrängt beieinander stehen, die vielen Koppeln und Felder, die kleinen bewaldeten Stücke, das Steinhuder Meer.

Die Luft riecht jetzt frisch und leicht.

Paradox ist, dass wir uns derzeit in einer Ferienwohnung befinden, aber so garkeine Ferienstimmung aufkommen will. Immerhin läuft hier auch nur unser gewöhnlicher Alltag, allerdings derzeit ohne Kindergarten, ohne Freunde sehen zu können…

 

Es ist schon seltsam. Gerade hatte ich zwei Menschen wiedergefunden. Da war meine frühere beste Freundin, die ich an meinem Geburtstag zum ersten Mal nach über 6 Jahren wieder gesehen habe. Leider haben wir es nicht mehr geschafft, uns nocheinmal zu sehen.

Und dann er. Das fehlende Puzzelteil, der Freund, den ich so sehr vermisst hatte. Mit einem Mal ist er wieder in mein Leben getreten. Ich hoffe, dass wir uns bald sehen können.

Aber trotz Heimweh und Vermissen habe ich jeden Tag gute Laune und versuche, einiges in Bildern festzuhalten. Die Nähmaschine ruht, mir ist jetzt nicht danach. Dazu fehlt mir mein fester Arbeistplatz und alles an seinem festen Bestimmungsort.

Anfang März war ich dafür in Hannover auf dem Stoffmarkt. Das Gewusel und Gedränge war unglaublich, ebenso oft genug die Preise der Stoffe, bei denen ich mich manchmal frage, wie sich solche Preise wohl rechtfertigen. Da ich eine kleine Schnäppchenjägerin bin, hab ich aber für wenig Geld viel Gutes bekommen, alles in allem ein richtiger Erfolg. Außerdem habe ich da Manuela getroffen, eine Bekanntschaft von Facebook, die nicht allzu weit weg wohnt.

Ich hoffe, ihr seid Zuhause.

 

So long,

Sam

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